Nach einer turbulenten Woche und dem abgesagten Länderspiel gegen Chile versuchte das Team um Bundestrainer Joachim Löw in den letzten Tagen so gut es geht sich auf die Partie vorzubereiten. Vor Anpfiff wurde auf der Videoleinwand in Gelsenkirchen noch einmal an den verstorbenen Robert Enke erinnert und der verletzte Kapitän Michael Ballack legte auf der Ersatzbank ein Trikot des ehemaligen Nationaltorhüters nieder.
Anstelle von Michael Ballack führt dann Philipp die deutsche Mannschaft aufs Feld. Die Partie wurde von Beginn an mit hohem Tempo gespielt und das deutsche Team konnte früh in Führung gehen. Von Piotr Trochowski in Szene gesetzt, drang Stefan Kießling in den gegnerischen Strafraum ein und wurde dabei regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Lukas Podolski in der 11. Minute.
Praktisch im Gegenzug hatten die Gäste die große Chance auf den Ausgleich, doch der Heber von Eboué klatschte auf den Querbalken. Die Deutschen blieben aber am Drücker und erarbeitete sich immer wieder gute Torchancen. Kurz vor der Pause rettete für die Elfenbeinküste der Pfosten – Trochowski kam außerhalb der Strafraumgrenze zum Abschluss. Mit einem 1:0-Vorsprung ging es für Philipp & Co. in die Kabine.
Nach dem Wechsel kam die Elfenbeinküste zunehmend besser in die Partie und wurde auch durch den Treffer von Eboué belohnt, der bei seinem Tor das Glück auf seiner Seite hatte. Einen Rückpass von Heiko Westermann wollte DFB-Schlussmann Manuel Neuer klären, doch sein Schuss knallte an Eboußés Körper und von dort ins Netz (57). Bis zum Ende hin spielten beide Teams weiter nach vorne und suchten die Entscheidung. In der 85. Spielminute erzielte Seydou Doubia den Führungstreffer für die Afrikaner, den aber Posolski in der Nachspielzeit noch ausgleichen konnte (90+3.).
Philipp zog im Anschluss der Partie ein positives Fazit: „Es war eine turbulente Woche. Trotzdem haben wir uns viele Torchancen erarbeitet“, wenngleich er auch anmerkte, dass sein Team zu viele Chancen zugelassen hat. „Verbessern müssen wir noch den letzten Pass. Um den Sechzehner herum muss noch was getan werden. Aber wir haben ja noch ein halbes Jahr Zeit bis zur WM“, so Philipp im Hinblick auf die WM in Südafrika.
Bereits am Sonntag geht es für Philipp mit dem FC Bayern in der Bundesliga weiter. In der Allianz Arena empfängt der Rekordmeister den derzeitigen Tabellenführer Bayer Leverkusen.